24. Aug. 2020.

Den Wassergraben springen

Der Wassergraben ist kein Hindernis wie die anderen, was das Material, die Maße und den erforderlichen Kraftaufwand betrifft.

Vor allem ist er kein Hindernis, das aus Stangen und Ständern besteht, sondern aus einem rechteckigen, flachen Graben, der mit Wasser gefüllt ist. Im allgemeinen wird auf dem Boden eine blaue Plane ausgebreitet, die von weißen Rändern begrenzt ist, damit das Wasser nicht versickert und das Pferd die Größe des Hindernisses gut sehen kann. Vor dem Wassergraben wird immer ein niedrigesElement aufgestellt, das können Gatter, Blumentöpfe oder eine kleine Hecke sein.

Die Schwierigkeit des Wassergrabens besteht sowohl im Element Wasser, das für manche Pferde furchteinflößend seinkann, als auch in dem erforderlichen Kraftaufwand, der statt in die Höhe in die Weite eingesetzt werden muss. Bei den renommierten Turnieren (und in den schwierigsten Prüfungen) kann der Wassergraben immerhin eine Länge von über 5 Metern haben!

Bevor die Pferde einen Wassergraben dieser Größenordnung springen, werden sie jahrelang an kleinen Gräben trainiert, die manchmal auch von normalen Hindernissen überbaut sind, so dass sie Vertrauen zum Element Wasser und zur Farbe der blauen Plane gewinnen.

Für erfahrene Pferd-Reiter-Paare ist der Wassergraben ein Routinehindernis, das sie so gut wie jedes Wochenende springen müssen. Die Reiter und ihre Pferde sind daran gewöhnt und haben somit keine Schwierigkeiten mit dem Sprung als solchem. Es ist jedoch auch so, dass die Parcourschefs die Strecke so anlegen, dass der Wassergraben keine besondere Herausforderung darstellt, sondern vielmehr das nachfolgende Hindernis, vielleicht ein anspruchsvoller Steilsprung, für den das Pferd sich wieder ins Gleichgewicht bringen muss.

Was ist also die beste Art und Weise, um den Sprung über den Wassergraben anzureiten? Die großen professionellen Reiter bewahren die Ruhe und erhöhen schon in der Wendung vor dem Wasser leicht die Geschwindigkeit. Das Pferd muss stets die Präsenz und die Absicht des Reiters spüren, der seinerseits präzise einwirken und den richtigen Sitz behalten muss. Die Distanz für den Absprung ist am Hindernis, also unmittelbarvor der Hecke oder dem Gitter. Ein Abspringen auch nur 50cm davor kann zu einem Fehler bei der Landung führen, mit einem Fuß auf der Begrenzung oder gar im Wasser. Der Reiter weiß bereits, was ihn nach dem Wassergraben erwartet und daher ist er schon mit dem Blick und dem Körper darauf vorbereitet, das Pferd in die richtige Richtung zu lenken, wie wir es hier Darragh Kenny im Sattel von Balou du Reventon im Preis der Nationenbeim CSIO in La Baule im vergangenen Jahr tun sehen.

Um die Beine von Balou zu schützen, hat Darragh Carbon Gel Vento "Save the Sheep" gewählt.

 

 



 

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